web maker

A DREAM WITHIN A DREAM

TRAUM ODER REALITÄT?


Hattest du schon mal einen Traum, der sich so real anfühlte, dass du dir hinterher nicht mehr sicher warst, ob es überhaupt ein Traum war?

"Wir alle träumen manchmal echt verrückte Dinge, aber wer kann uns sagen, ob wir das alles wirklich nur träumen? Vielleicht begibt sich unsere Seele ja auch in eine andere Welt, in der wir die wildesten, verrücktesten, geilsten und manchmal auch sehr verstörende Sachen erleben."

Daten & Fakten:

- Erstveröffentlichung: November 2013
- Korrektorat: L. Franke
- Preis: 2,99 Euro (E-Book)

Realitätsgetreu

%

Fetisch

%

Sex

%

Bareback

%
   Ich war 18 Jahre jung und machte gerade ein Praktikum in einem Baumarkt. Den ganzen Tag über hatte ich schon ein sehr seltsames Gefühl verspürt. Als ob etwas sehr Schlimmes passieren würde. Natürlich erzählte ich es niemandem. Was hätte ich auch sagen sollen? Ich aß mein Brot im Pausenraum, der sich im Obergeschoss befand, und trank aus meiner Tasse, aus der warmer Dampf entwich. Nachdenklich blickte ich zu den großen Fenstern. Man hatte eine perfekte Aussicht und konnte über das flache Dach hinweg auf den Parkplatz sehen sowie zu mehreren Hochhäusern und einem gigantischen Feld. In einem dieser Häuser wohnte ich, und nicht weit von diesem entfernt lebte meine große Liebe, mit der ich jedoch nicht zusammen war. Ich liebte diesen Mann, doch er mich anscheinend nicht, auch wenn er manchmal, als angebliche Hete, sehr verwirrende Andeutungen gemacht hatte.
   Unerwartet kam meine große Liebe in den Pausenraum. Fragend drehte ich mich zu ihm um. „Juan, was machst du denn hier?“
   „Ich weiß auch nicht“, murmelte er. „Wie bin ich hierher gekommen?“, rätselte er.
   Ahnungslos zuckte ich mit den Schultern. „Kein Plan, kannst dich aber gern zu mir setzen.“
   „Ja, sicher“, meinte er und nahm neben mir Platz. „Bist wohl der Einzige, der Pause macht“, neckte er mich.
   „Mach ich immer so“, antwortete ich und sah ihm tief in die Augen. „Ich vermisse dich“, waren meine Worte, als wir plötzlich von einem lauten Scheppern erschreckt wurden.
   „Was war das?!“, fluchte Juan und sprang auf.
   „Ich ... ich weiß es nicht“, sagte ich ängstlich. Auf einmal vernahmen wir laute Schreie aus dem Baumarkt.
   „Was geht da vor sich?!“, brüllte er mich an.
   „Ganz ruhig!“ Langsam ging ich zur Tür, öffnete sie einen Spalt und hörte, wie die Menschen vor Angst kreischten.
   „Wo willst du hin?!“, fauchte Juan mich leise an, als ich mit Bedacht hinaus ging.
   „Psst! Ich will wissen, was da vor sich geht.“
   „Warte auf mich!“, meckerte Juan. Schnell lief er mir nach und krallte sich an meinem Arm fest.
   Und trotz der brüllenden Stimmen, die von unten zu uns drangen, fand ich es total süß, dass Juan sich an mir festhielt. „Angsthase“, sagte ich schmunzelnd und schritt gemeinsam mit ihm vorsichtig die Treppen hinunter. Unten angelangt standen wir nun vor der Tür, die zum Inneren des Baumarkts führte. Nur noch wenige Sekunden, bis wir wissen würden, was dort vor sich ging.
   „Bereit?“, fragte ich leise und berührte den Griff.
   „Eigentlich nicht“, bangte er, doch ich drückte die Klinke trotzdem hinunter.     Wir betraten den Baumarkt und blickten als Erstes zur Lampenabteilung, die uns am nächsten war. Dann sahen wir zur anderen Seite, zum Eingang und zu den Kassen. Wo waren all die Menschen? Wir liefen Schritt für Schritt den Gang entlang und schauten immer wieder vorsichtig in die Gänge. Da war niemand mehr, und auch die Musik war aus. Wir liefen bis zu den Türen, die sich am Ende befanden.
   „Wo sind die alle hin?“, fragte Juan mich.
   Gerade, als ich ihm antworten und mich zu ihm umdrehen wollte, vernahm ich mechanische Geräusche. Als ich über meine Schulter blickte, bekam ich Angst. Hinter Juan stand ein Roboter mit rot leuchtenden Augen. Eine Maschine, wie ich sie nur aus dem Film Terminator kannte. Wahrscheinlich war das genau so einer! Sofort fielen mir die drei Zahlen auf (eins, zwei und drei), die auf seinem rechten Arm standen. Die erste Ziffer war stärker hervorgehoben, was mich zu der Erkenntnis brachte, dass es drei von diesen Monstern geben musste. Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich diesem Ungeheuer gewachsen – wie so ein Superheld. „Bück dich!“, rief ich Juan zu.
   Er tat es und entkam nur knapp dem unheimlichen Arm. Juan stolperte, fiel zu Boden und robbte, als er zu dem Terminator schaute, auf dem Hintern nach hinten.
   Ich musste den Roboter von Juan weglocken. Mutig und entschlossen griff ich nach einer Eisenstange, die im Regal hinter mir lag. „Hey!“, brüllte ich den Terminator an und schlug mit voller Wucht gegen seinen Rücken. Schnell sah ich zu Juan, als der Terminator zu mir blickte. „Renn nach Hause und starte den Wagen. Wir müssen hier weg!“
   „Was ist mit dir?“, fragte er und sprang auf.
   „Ich bin schneller als du!“, schrie ich, während ich den Schlägen des Dämons auswich. Juan nickte und rannte so schnell er konnte. Der Dämon kam immer näher. Ohne zu überlegen, rannte ich in Richtung Ausgang, doch der Terminator war schnell. Er packte mich von hinten bei den Haaren und schmiss mich gegen eins der Regale. Wie durch ein Wunder hatte ich nicht einen Kratzer. Diese mechanischen Geräusche, die entstanden, sobald sich der Terminator bewegte, waren mehr als nur beängstigend. Vorsichtig schaute ich um die Ecke. Wo war der Terminator? Juan war noch nicht bei sich zu Hause angekommen, das wusste ich, also musste ich diese Blechbüchse noch einen Moment beschäftigen. Dann hörte ich es! Langsam drehte ich mich um und schaute dem Dämon ins Antlitz. Das Wesen versuchte, nach mir zu greifen, doch ich wich gekonnt aus und kickte dem Monster gegen das harte Eisenbein. Es tat ziemlich weh, und zwar mir. Der Terminator war bereit, mich zu töten und nahm Anlauf. Scheiß was drauf, dachte ich und rannte davon. Der Roboter hatte ein unglaubliches Tempo drauf und wütete wild durch den Laden. Was mich wunderte, war, dass ich ebenfalls ziemlich schnell war. Schneller als sonst. Ich erreichte die Tür, riss sie auf und stürmte die Treppen zum Pausenraum hinauf. Dumme Idee. Ich vernahm das Geräusch des Monsters, das die Treppen hinauf stieg. Ohne darüber nachzudenken, sprang ich gegen eins der Fenster – und krachte mitsamt der Scherben auf das hohe, große Vordach, unter dem immer die Ware des Baumarkts ausgestellt war. Mühsam rappelte ich mich auf und schaute vom Dachrand in die Tiefe. Geschätzte sieben Meter, doch als ich nach hinten blickte und sah, wie das Monstrum mit nur einem Schlag die Tür zum Pausenraum demolierte, sprang ich und hoffte nur, dass meine Knie das mitmachen würden. Und als ich auf dem Boden landete, wunderte ich mich, denn der Sprung war ein Kinderspiel für mich gewesen. Glas klirrte. Panisch sah ich kurz nach oben und rannte dann davon. Um mich herum herrschte Totenstille. Leichenteile lagen auf der Straße. Wie hatte der Terminator es so schnell geschafft, all diese Menschen zu töten?

TEILEN SIE DIESE SEITE!